LEE: Runder Tisch zur Windkraft nicht konkret genug

Pressemitteilung 24/2020                                                14.10.2020

LEE: Runder Tisch zur Windkraft nicht konkret genug

LEE fordert zügige Klärung der Anschlussförderung von Altanlagen

(Hannover) Der heute vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte Runde Tisch wird vom LEE Niedersachsen nur in Teilen als Erfolg gewertet. Verschiedene Bundesministerien, Landesministerien und Branchenvertreter diskutierten online, auf welcher Basis sich Windkraftanlagen, die Ende des Jahres aus der EEG-Förderung fallen, weiterbetreiben lassen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat den Teilnehmern laut dpa zugesichert, bis Ende des Jahres eine Lösung für ältere Windkraftanlagen zu erarbeiten. Besondere Bedeutung besitzt für Altmaier das Thema Repowering, also der Ersatz von mehreren Altanlagen durch wenige, neue und leistungsstärkere Anlagen.

Horst Mangels, LEE-Vorstandsmitglies und niedersächsischer BWE-Landesvorsitzender, zu den Ergebnissen: „Wir begrüßen grundsätzlich die Bereitschaft des Bundeswirtschaftsministeriums, das Thema Anschlussförderung von Windkraftanlagen zu diskutieren. Minister Altmaier will bis Ende des Jahres Lösungen präsentieren. Uns bleibt aber nicht mehr viel Zeit.

Repowering ist wichtig, aus unserer Sicht ist der Weiterbetrieb der Altanlagen aber notwendig, bis die neuen Anlagen errichtet sind. Sonst werden wir die Klimaziele nicht erreichen. Wir haben funktionierende Bestandsanlagen, die problemlos weiterbetrieben werden könnten.

Wenn die Anlagenbetreiber aber keine auskömmliche Vergütung erhalten, werden wir einen Rückbau an Anlagen erleben. Das kann sogar dazu führen, dass wir für Niedersachsen eine negative Energiebilanz verzeichnen, weil mehr Anlagen abgebaut als zugebaut werden, also mehr Leistung zurückgebaut wird, als hinzukommt.

Problematisch ist für uns der anhaltend niedrige Börsenstrompreis, der im Jahresschnitt unter 3 Cent pro Kilowattstunde liegt. Auch über Direktvermarktung erzielen wir zur Zeit keine höheren Erlöse. Daher brauchen wir eine Anschlussförderung, die mindestens noch 2 Cent zusätzlich abdeckt.“

Als führendes Windland ist Niedersachsen besonders vom Förderende betroffen. So fallen allein Ende dieses Jahres ca. 1.340 Anlagen mit einer Leistung von 1.079 MegaWatt aus der Förderung. Bis Ende 2030 werden es insgesamt sogar ca. 3.175 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4 Gigawatt sein.

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