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Bei Klimazielen nicht in falscher Sicherheit wiegen

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Der LEE rät dringend dazu, bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise weiterhin die Investitionen vorzunehmen, die für das Erreichen der Klimaschutzziele notwendig sind. Gerade bei der Neuausrichtung wirtschaftlicher Prozessketten, bei denen die Energieversorgung als Querschnittsfunktion eine wesentliche Rolle spielt, bietet die Chance, Energiekonzepte zu überdenken und fossile Energieträger durch regenerative Energien zu ersetzen. Der Ausbau regenativer Energien wie Wind-, Bio- und Solarenergie bleibt vordringlich. Der Umstand, dass Deutschland seine Klimaschutzziele aufgrund von Einmal-Effekten voraussichtlich erreicht, darf nicht über den hohen Handlungsdruck beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hinwegtäuschen.


Rückgang der CO2-Emissionen für 2020 nicht fehlinterpretieren


Die jüngst vom Thinktank Agora Energiewende veröffentlichte Analyse der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Klimabilanz zeigt, dass Deutschland sein Klimaschutzziel für 2020 – die Verringerung der CO2-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 – voraussichtlich erreichen wird. Die Ursachen dafür liegen den Autoren zufolge zum einem im milden Winter mit seinen ausgeprägten Stürmen, der die Stromproduktion aus Erneuerbaren deutlich erhöht und den Wärmeverbrauch deutlich gesenkt hat. Zum anderen wirkt sich die Corona-Krise treibhausgasmindernd aus: Industrie und Privathaushalte fragen aktuell weniger Energie nach, ebenso sinkt der PKW-Verkehr.


Erneuerbare wirken stabilisierend in der Krise


Da die Erzeuger Erneuerbarer Energien – Windparkbetreiber, Biogas- und Photovoltaikanlagenbetreiber – von den negativen wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise voraussichtlich weitgehend verschont bleiben, können diese im Rahmen der Energieproduktion weiterhin ihre Abgaben und Steuern an die Kommunen leisten und so zur Stabilisierung der regionalen Wirtschaft und zur Energiewende beitragen.

04/2020

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